GEDANKENSPIELE/Generation Y

Warum im Sommer alles besser ist.

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Heute ist der 21. Juni und somit beginnt auch laut Kalender endlich ganz hochoffiziell der Sommer. Die beste Zeit des Jahres hat rein wettertechnisch schon am 1. Juni begonnen und wurde an eben diesem Tag an  meinem Omas Abreißkalender von einem Herrn namens Klaus Karges mit dem Reim „Kommt der Juni sind das Wetter, und die meisten Menschen netter“ eingeläutet. Eine meiner Meinung nach ebenso simple wie wahre Feststellung von einem Mann, der sich als „Gebrauchsphilosoph“ bezeichnet. Denn ich finde tatsächlich, dass wir im Sommer irgendwie alle bessere Menschen sind. Wir sind von der Sonne geküsst, randvoll mit Endorphinen gefüllt und deswegen einfach irgendwie dauernd gutgelaunt.

Sommereuphorie ist ansteckend und auch mich hat sie seit geraumer Zeit erwischt. Der Sommer ist ohnehin seit ich denken kann meine allerliebste Jahreszeit. Selbst wenn man nicht weg fährt und zudem arbeiten muss, kann sich jeder Tag ein kleines bisschen wie Urlaub anfühlen. Denn der Sommer ist für mich oftmals die Zeit der schönsten Unbeschwertheit. Es liegt eine Brise Freiheit in der Luft und ich habe dann immer das Gefühl, dass gerade einfach alles möglich ist.

Ich gebe ja zu, dass ich alte Romantikerin eventuell eine etwas verklärte Sicht habe, aber im Idealfall ist der Sommer für mich ein einziges Sammelsurium an diesen ganzen kleinen Momenten, die so perfekt sind, dass man sie am liebsten einfangen und in ein Marmeladeglas stecken möchte: ohne Wecker aufwachen und vom Bett aus bereits den wolkenlosen blauen Himmel sehen. Frische Erdbeeren am Markt kaufen und gleich zum Frühstück verputzen. Picknick im Park. Haut, die nach Sonne schmeckt. Die eiskalte Dusche nach einem langen Tag. Von schmelzendem Wassereis verklebte Finger. Faule Badetage an der alten Donau. Pommes rot-weiß im Schwimmbad. Genüssliches Rumkratzen an mit Mückenstichen übersähten Beinen. Den Geruch der Grillerei in Nachbars Garten. Mit dem Rad durch die Stadt flitzen und den Fahrtwind im Gesicht spüren. Sommerkleider tragen, die so luftig sind, dass man das Gefühl hat, einen Hauch von Nichts zu tragen. Beim Laufen von einem Gewitter überrascht werden und den regennassen Asphalt riechen. Spontan in der Küche vor offenem Fenster mit den Mitbewohnern viel zu viele Spritzer trinken. Mit dem Sonnenaufgang und dem ersten Vogelzwitschern heim kommen. Erschöpft aber glücklich einschlafen.

In diesem Sinne: hallo Sommer – wie schön, dass du da bist!

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