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Prayer in C

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Nicht schlecht gestaunt habe ich, als mir vor ca. einem Monat ein Robin Schulz Remix zu“Prayer in C“ von Lilly Wood & the Prick das erste Mal begegnet ist. Vor ziemlich genau drei Jahren bin ich das erste Mal auf das französische Duo gestoßen und habe mich so davon angesprochen gefühlt, dass ich mir das ganze Album und einige nur im Internet veröffentlichte Songs besorgt habe und den Zwei einen Facebook-Post zu „Cover my Face“ widmete. Mitreißen konnte das nicht besonders viele. Lediglich ein Freund fand damals ebenfalls Gefallen am französischen Charme der Beiden. Vielleicht litt er aber zu besagtem Zeitpunkt auch einfach gerade unter so etwas wie selbst verursachtem Liebeskummer, daran anschließender Resignation bei gleichzeitig einsichtiger „Je ne regrette rien“-Haltung. Denn darum scheint es zu gehen, wenn Sängerin Nili Hadida mit ihrer Gänsehautstimme „Maybe I’ve wasted my time, maybe you’ve wasted your time too, but I’m glad I spent this time with you“ singt.

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2011 waren Nili und ihr Gitarrist Benjamin Cotto durch ihr Debütalbum „Invincible Friends“ im Jahr zuvor und den dann hinzugefügten Bonustrack „This Is a Love Song“  innerhalb Frankreichs relativ bekannt geworden und mit dem Album auf Platz 40 in den französischen Albumcharts. Zwar sehr beachtlich, aber noch keine „grands stars“. Richtig in Schwung kam alles dann erst so richtig, als sie den  Publikumspreis für Newcomer des Jahres beim wichtigsten französischen Musikpreis „Victoires de la musique“ verliehen  bekamen. 2012 erschien das zweite Album „The Fight“ und kletterte nicht nur gleich auf Platz 16 im eigenen Land, sondern platzierte sich auch in Belgien und Lilly Wood & the Prick begannen auf diversen Festivals in Europa aufzutreten. Auch die Werbebranche wurde auf das Duo aufmerksam und Cartier unterlegte den Werbespot für Le Panthère mit ihrem Song „Into trouble“.

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Richtig bekannt im deutschsprachigen Raum sind sie aber erst seit  Frühjahr diesen Jahres, als der deutsche DJ Robin Schulz sich „Prayer in C“, einem Stück vom ersten Album der Zwei, annimmt. Für seinen Remix nimmt er nur den eindringlichen Refrain und den Akustikgitarrenriff Cottos, unterlegt das Ganze mit einem energetisch-melodischen House-Beat und zaubert damit etwas, das die Massen, sprich unzählige Soundcloud-Follower, Youtubeklicker und Clubbesucher, anspricht. Bei Lilly Wood & the Prick sorgte diese Kollaboration ebenfalls für Erfolg, da es den durchgehend melancholischen Track mit euphorischer Atmosphäre bereichert. Zumindest ich für meinen Teil hoffe auf sommerliche Clubnächte, Open Airs oder Roadtrips ins Nirgendwo mit genau diesem Sound im Ohr. Und für alle, die Lilly Wood & the Prick auch gänzlich ungeschminkt, eben en nature, mögen: sie touren im September durch die Schweiz, Deutschland, Österreich (am 25.9. im B72 in Wien), Belgien, Niederlande und Luxemburg.

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