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R.I.P. Robin Williams

Hollywood-Schauspieler und Komiker Robin Williams ist im Alter von 63 Jahren tot in seinem Haus aufgefunden worden. Der seit Jahren mit Alkoholsucht kämpfende und auch unter Depressionen leidende Williams hat seinem Leben nach Vermutungen der Polizei selbst ein frühzeitiges Ende bereitet. In einer Presseerklärung sprach seine Frau Susan Schneider folgende Hoffnung aus: „Ich hoffe, in den Erinnerungen wird nicht sein Tod vorherrschen, sondern die unzähligen Momente des Spaßes und des Lachens, das er Millionen gab.“ Daran will ich mich hier mal halten. Robin Williams begeisterte Massen mit seinem komödiantischen Talent und zeigte dabei dennoch Tiefgang – ein Spagat, den nicht viele schaffen. Bereits an der Schule war er dem Theaterspielen verfallen und bekam schnell einen Platz en der renommierten  Juilliard-Schauspielschule in New York, wo er neben Christopher Reeve lernte.

In der der Science-Fiction-angehauchten Sitcom „Mork vom Ork“ hielt sich Robin Williams als Außerirdischer Mork vom Planeten Ork nie an das Drehbuch und erzeugte dadurch aber so viele Lacher, dass er letzten Endes leere Zeilen im Drehbuch bekam.

Weltberühmt wurde Williams mit seiner Rolle als „Mrs. Doubtfire“. Ich erinnere mich den Film als Kind unzählige Male gesehen zu haben, wobei ein Lachanfall dem nächsten folgte. Nicht nur meine Geschwister und mein Papa, sondern auch meine Mama, die mit „Blödelkomödien“ normalerweise so gar nichts anfangen kann, lachten Tränen.

So sehr uns Robin Williams zum Lachen bringen konnte, so schaffte er es doch auch die Menschen zum Nachdenken zu anzuregen. Beispielsweise mit seiner Rolle als „Captain, oh Captain“ im „Club der toten Dichter“, wenn er erklärt, warum die Menschheit Literatur braucht.

In „Good Morning Vietnam“ spielt er den außergewöhnlichen amerikanischen Radiomoderator Adrian Cronauer, der während des Vietnamkrieges mit viel Humor und jeder Menge „Rock n’Roll“ moderiert. Neben der Zurschaustellung des Kampfgeschehen, wie das in Vietnamkriegsfilmen Standard ist, kommt durch Cronauers Bekanntschaft mit einer Vietnamesin, in die er sich verliebt, und deren Familie hier endlich auch mal das Leben der Zivilbevölkerung auf den Bildschirm. Williams bringt die Zuseher also nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Grübeln.

Für seine Rolle in Good Will Hunting wurde Robin Williams dann endlich mit einem Oscar für den besten Nebendarsteller geehrt und mir wird für immer in Erinnerung bleiben, wie er erklärt, worauf es in der Liebe ankommt, wenn er davon erzählt, dass „imperfections“ „the good stuff“ sind und es im Endeffekt nicht darum geht perfekt zu sein, sondern darum perfekt füreinander zu sein. Oh so cheesy, but true!

R.I.P., Robin Williams!

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