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55 First and Final Frames

Was macht einen richtig guten Film aus? Die Antworten darauf dürften recht unterschiedlich ausfallen. Ich kann nur für mich persönlich sprechen, wenn ich den Eindruck, den ein Film auf mich hinterlässt, vor allem an seinem Ende festmache. Das ist nicht unbedingt auf den Inhalt der letzten paar Minuten bezogen, denn – ganz egal, wie sehr mich die Story einfangen konnte – entscheidend ist viel mehr der das Ende einläutende Gesamtbereich der optischen und auditiven Wahrnehmung. Welchen Eindruck löst das letzte Bild in mir aus? Welche Vorstellung geht mit den letzten Worten, dem finalen Geräuschen oder dem Abschiedssong einher? Wenn das Ende mich berührt, bleibe ich total geflasht den ganzen Abspann lang sitzen und lasse das soeben Gesehene nachwirken.

Doch ebenso wichtig, wie die letzte Einstellung eines Filmes, die zwar vermutlich am längsten in Erinnerung bleibt, ist die erste, die uns von der heimischen Couch oder aus dem gemütlichen Kinosessel abholt und in ein anderes Leben oder gar eine völlig fremde Welt entführt. Filmemacher Jacob T. Swinney hat sich das zu Nutzen gemacht und in einem fünfminütigen Video die Anfangs- und Schlusszenen 55 bekannter und preisgekrönte Filme nebeneinander gestellt. Was dabei auffällt, ist dass die beiden Einstellungen sich oft extrem ähneln. Häufig zeigen sie auch die im Film gemachten Entwicklungen von Figuren oder Veränderungen von Orten sehr schön auf. Manchmal beschleicht einen dabei sogar das Gefühl, dass diese zwei Bilder ausreichen, um die gesamte Geschichte zu erzählen. In anderen Fällen scheint es dagegen  gar keine Verbindung zwischen den beiden visuellen Eindrücken zu geben.

So oder so wird das Video nicht langweilig und immer wieder fragt man sich, welcher Film das denn nun schon wieder sein möge. Einige wird man sofort erkennen, an andere erinnert man sich nur noch vage und die, die man nicht kennt, könnte man sich ja endlich mal zu Gemüte fahren. Die Liste mit den 55 Top-Filmen findet ihr daher übrigens hier.

Und jetzt: Lasst Swinneys Film-Fest, das selbst ein kleines, an Ausdrucksstärke kaum zu übertreffendes Meisterwerk ist, doch einfach mal wirken. Am Besten im Vollbildmodus.

Ein Kommentar zu “55 First and Final Frames

  1. Bin voll deiner Meinung. Ich finde auch besonders, dass der erste Frame eines Filmes viel ausmacht und einen dazu animiert weiterzusehen.. und der letzte bleibt dann einfach im Gedächtnis

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