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Tipp: Kino im Sommer

Kinobesuch und Sommer hat sich für mich bisher irgendwie immer widersprochen, denn sobald es abends lange hell und die Temperaturen auch nach Sonnenuntergang lau sind, fühle ich mich schon alleine bei der Vorstellung mich in einen dunklen muffigen Kinosaal zu setzen und mit Popcorn und Käse-Nachos vollzustopfen irgendwie schlecht. Gut also, dass ich letzten Sommer die Open-Air-Kinoveranstaltungen in Wien für mich entdeckt habe. Im Sommer sehe ich mir Filme nun bevorzugt unter freiem Himmel an, gerne auf dem Dach der Hauptbücherei Wien oder an den wechselnden Plätzen des Wiener Volxkino. Das Volxkino ist das älteste Freiluftkino Wiens und seit seinen Anfängen im Jahr 1990 ein Fixpunkt im  Kultursommer der Hauptstadt. Gezeigt werden – und das bei freiem Eintritt – ausgewählte Filme abseits des gängigen Mainstreamkinoprogrammes. Bespielt werden für ein Kino untypische Orte wie Parkanalagen, Marktplätze, der Gürtel, Gemeindebauten oder schöne Fleckchen am Stadtrand. Besucht man eine Vorstellung des Wanderkinos erweitert man also nicht nur den eigenen kulturellen Horizont, sondern lernt dabei unter Umständen auch noch ganz neue schöne Ecken Wiens kennen.

Ich habe mir das Programm für diesen Sommer vorab mal angesehen meine persönlichen Favouriten herausgesucht.

GRUBER GEHT: 12. Juni, 21.00 Uhr, Ottakringer Brauerei Die Wiener Filmemacherin Marie Kreutzer verfilmt mit „Gruber geht“ das Romandebüt von Doris Knecht. John Gruber ist erfolgreicher Manager Mitte 30. Er pflegt einen schnellen, teuren und egozentrischen Lebensstil, als ihn seine Krebsdiagnose ebenso aus der Bahn wirft wie Marie, die Überbringerin der schlechten Nachricht.

DAS MÄDCHEN WADJDA: 19. Juni, 21.00 Uhr, Bodenstedtgasse/Ecke Franklinstraße Unter der Regie der Saudi-Araberin Haifaa Al-Mansour ensteht ein Spielfilm, der die vertrackte Geschichte einer Befreiung erzählt. Die elfjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher als ein Fahrrad, mit dem sie Wettrennen fahren kann und versucht allerhand um das Geld dafür zusammenzukriegen.

MACONDO: 4. Juli, 21.00 Uhr, Leberbergpark Dieser tschetschenische Film mit deutschen Untertiteln spielt in einer Flüchtlingssiedlung am Stadtrand von Wien und erzählt aus dem Leben von Ramasan. Ramasan ist elf Jahre alt und gilt laut traditionellem tschetschenischem Gesellschaftsbild mit dem Tod seines Vaters als Mann im Haus mit Verantwortung über Mutter und Schwester.

THIRD STAR: 1. August, 21.00 Uhr, Dornerplatz James hat Krebs im Endstadium und nicht mehr lange zu leben. Klar also, dass ihm seine Freunde einen letzten Wunsch, ein Roadtrip zum Meer, erfüllen. Der Film erzählt auf heiter-besinnliche Weise vom Weg der Männer zur Atlantikküste und ist somit ein unterhaltsamer Film über das Sterben.

ENEMY: 21. August, 8.00 Uhr, Karmelitermarkt Geschichtsprofessor Adam führt ein durch und durch langweiliges und unerfülltes Leben, bis er in einem alten Independentfilm seinen eigenen Doppelgänger entdeckt und, von diesem fasziniert, beginnt ihn aufzuspüren und mit ihm Kontakt aufzunehmen.

VERSTEHEN SIE DIE BELIÈRS?: 10. September, 19:30 Uhr, Wallensteinplatz Die Belièrs sind eine besondere Familie. Eltern und der kleine Bruder sind taubstumm, nur Paula kann hören und sprechen und ist oft Vermittlerin zwischen Familie und Außenwelt. Ein französischer Film, der mit der Wahrnehmung von Realität und Vorurteilen spielt.

Hier findet ihr das vollständige Programm.

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